Praxisbeispiel

Titel

 MaReCuM-Lernkarten

Lehrszenario

Studenten kreieren nach dem Besuch einer Vorlesung/einem Seminar zu einem bestimmten Thema, anhand der Lehrveranstaltung und der anerkannten Literatur online auf der E-Learning-Plattform einen digitalen Karteikartensatz, der dann allen Studierenden ebenfalls online zum Lernen und zur Korrektur zur Verfügung gestellt wird.
 

Kategorie

Eigeninitiative zur arbeitsteiligen Schaffung von Lernmaterialien

Beschreibung

Die Grundlage für dieses Projekt ist entstanden, als zwei Medizinstudenten der medizinischen Fakultät Mannheim durch die Anforderungen des Medizinstudiums feststellen mussten, dass herkömmliche Lernmethoden zu ineffektiv und ineffizient für das Universitätsstudium sind. Für einen alleine schien es zu viel Stoff zu sein, als dass man hätte Karteikarten machen können.

Deshalb entschlossen sich die Studenten, zusammen zu arbeiten und mit einem Computerprogramm digitale Karteikarten zu erstellen. Durch die Karteikartensätze konnten sie große und unübersichtliche Themengebiete in kleinere und handliche Wissenspakete ordnen und so besser lernen. Um Zeit und Arbeit zu sparen, teilten sie sich dabei die Arbeit auf. Der eine Student machte Karten zu Thema X und der andere parallel dazu zum Thema Y. Nach der Fertigstellung wurden die Karten dann ausgetauscht und der Arbeitsaufwand eines jeden somit halbiert.

Aufgrund der visuellen Unterstützung (z.B. durch Abbildungen) und der Möglichkeit falsch beantwortete Karten automatisch häufiger zu lernen als richtig beantwortete Karten, ist diese Lernmethode ausgesprochen effektiv und effizient. Der Erfolg dieser Lernmethode zeigte sich bei allen Testlernern im Wissen und auch in den Leistungen im Studium.

Infolge dieser Lernfortschritte wurden Professoren auf diese „neue Art zu lernen“ aufmerksam und es entstand die Idee, ein E-Learning-Projekt daraus zu machen und die Karten so allen Studenten zur Verfügung zu stellen. Die Karteikarten sind nun auf der E-Learning-Plattform der Universität für jeden Studenten zugänglich und online lernbar. Die Idee dabei ist, dass jeder Student direkt die schon bestehenden Karten korrigieren, aber auch selbst neue Karteikarten verfassen kann. Diese werden dann – nach einer gründlichen inhaltlichen Korrektur durch Professoren – jedem Studenten zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich wurden bei der Programmierung der Lernsoftware die neuesten Erkenntnisse der Lernforschung berücksichtigt, sodass das Lernen der Karteikarten auch langfristig mit einem Optimum an Effektivität erfolgen kann. Zum Beispiel überprüft das System bei dem Wiederholen der Karten den Lernfortschritt des Anwenders anhand seines Anteils an richtigen Antworten und passt dann den Lernrhythmus entsprechend an. Weiterhin gibt es verschiedene Lernmodi, die – je nach Belieben des Benutzers – thematisches sowie rein zufälliges Lernen der Karten ermöglichen. Für diejenigen Studenten, die lieber gedruckte Karteikarten lernen, gibt es auch eine Funktion zum Drucken der digitalen Lernkarten.

 

Das Projekt wird komplett von Studenten organisiert und wird durch den vielfältigen Input verschiedenster Studenten ständig weiter entwickelt. Da auch die Lernsoftware von Studenten entwickelt und betreut wird, ist sie individuell an die Bedürfnisse der Studenten angepasst und bleibt flexibel. Um die Studenten optimal auf die Examina und die Anforderungen des späteren Berufslebens vorzubereiten, richtet sich das Projekt ganzheitlich gesehen am Lernzielkatalog und den beruflichen Anforderungen aus.

 

Laufzeit:  unbegrenzt
Fakultät:  Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Fach:  Humanmedizin

 

Kontakt:

Johannes Schmid, Gero Gothe
lernkarten@medma.uni-heidelberg.de

 

Webadresse:

Demo: http://www.umm.uni-heidelberg.de/medikarten/demo/

Bild / Foto:

Lernkarten-Beispiel

 

 

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Verantwortlich: E-Learning-Center
Letzte Änderung: 08.02.2013
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