Praxisbeispiel

Titel

Vom Barock zum Internet: Maschinenmusiktheater und ihre Rollenkonzepte im genderkritischen Vergleich

Lehrszenario

Proseminar

Kategorie

Online-Seminar in Kooperation mit anderen Universitäten unter Einsatz von AdobeConnect

Beschreibung

Ausgangssituation/Thema

Das barocke Theater bedeutete für seine Zeit einen ebenso komplexen technischen Aufbau wie heute das Internet, was einen medienkritischen Vergleich der Kunstformen im Hinblick auf Bühnenkonzepte, Maschinentechnologie und Virtualität interessant erscheinen ließ. Dieser sollte den Ausgangspunkt bilden für unsere an Genderdiskursen orientierten Betrachtungen zu Rollenkonzepten und den damit verbundenen Handlungsstilen in historischen Opern und Opernformaten heute. Dabei ging es um Manifestationen von Geschlecht, Prozesse der Individualisierung, Crossgender-Phänomene, Maskierungen in den Stoffvorlagen, im Libretto und in der Inszenierung. Auch die Schauspielkunst der SängerInnen ist durch diese Problemstellungen herausgefordert, was im Seminar zu thematisieren war. (EU)

Projekt- und Diskussionsthemen waren:

  • Umgang mit mythischen Figuren in der barocken und zeitgenössischen Oper (Libretti sowie Inszenierung)
  • zeitgenössische Opernformate und ihre Rollenkonzepte
  • transepochaler Vergleich von Opern- und Rollenkonzepten
  • Gendersensitive Operninszenierungen

Die Heidelberger Arbeitsgruppe war dabei vor allem für die historischen/barocken Fragestellungen, die Grazer Arbeitsgruppe für die zeitgenössischen Themen zuständig.

Umsetzung

Im SS 2010 wurde dieses Proseminar als Blockseminar an mehreren Terminen als Online-Veranstaltung über das Webkonferenzsystem AdobeConnect mit begleitendem Moodle-Kurs realisiert.
Das Proseminar wurde vom Musikwissenschaftlichen Seminar Heidelberg (Prof. Dr. Silke Lepold, Dr. Hanna Walsdorf) in Kooperation mit dem Institut für Elektronische Musik und Akustik der Kunstuniversität Graz (Prof. Dr. Elena Ungeheuer) veranstaltet. Zugeschaltet waren außerdem Dr. Juliana Hodkinson (Komponistin, Berlin) und Freya de Mink (Musikwissenschaftlerin, Utrecht).
Den Heidelberger Teilnehmern stand in ihrem Seminarraum ein Notebook mit Beamer, Webcam und Konferenzmikrofon zur Verfügung - über AdobeConnect wurden die verschiedenen universitären Räumlichkeiten der Teilnehmer verbunden.  Die wechselnden ReferentInnen setzten die Möglichkeit der Audio- und Video-Konferenz für Powerpoint-Vorträge, das Abspielen von Audiobeispielen, das Zeigen von wichtigen Webseiten-Fundstellen und zur Diskussion ein.
Nach minimaler technischer Einarbeitungszeit war es für alle Beteiligten möglich, das Webkonferenzsystem effizient zu nutzen und somit dieses interuniversitäre Lernszenario zu realisieren.

 

Laufzeit: SS 2010
Fakultät: Philosophische Fakultät
Institut: Musikwissenschaftliches Seminar

 

Kontakt:

Dr. Hanna Walsdorf
Musikwissenschaftliches Seminar
hanna.walsdorf@zegk.uni-heidelberg.de
Tel. 54-2846

Webadresse: http://www.musikwissenschaft.uni-hd.de
 

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Verantwortlich: E-Learning-Center
Letzte Änderung: 08.02.2013
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